Was tun, wenn...

...ein Verdacht entstanden ist, sich ein Kind oder Jugendlicher offenbart hat, eine Täterschaft vermutet wird oder du ein "komisches Gefühl" hast? Zum präventiven Schutzkonzept gehören auch Antworten, wie man intervenieren kann. Wir empfehlen - bevor etwas passiert - Kontakt zu  Fachberatungsstellen vor Ort aufzubauen und sich im Falle eines Falls von ihnen oder dem Hilfetelefon beraten zu lassen.

Im Verdachtsfall

  1. Ruhe bewahren! Nichts überstürzen.
  2. Überlege, woher der Verdacht kommt.
  3. Notiere Anhaltspunkt für den Verdacht. Achte auf Datenschutz.
  4. Sprich mit einer (nicht involvierten) Person deines Vertrauens - nichts im Alleingang!
    Kontaktiere
    eine Fachberatungsstelle vor Ort oder das Hilfetelefon und lass dich beraten.
  5. Biete dem Kind oder Jugendlichen ein Gespräch an. Akzeptere, wenn es abgelehnt wird.

Sorge für dich! Erkenne eigene Grenzen und Möglichkeiten und akzeptiere sie.

Auf keinen Fall:
sofort die Familie informieren,
die mutmaßliche Täterin, den mutmaßlichen Täter informieren,
sofort die Polizei oder eine Behörde einschalten.

Im Mitteilungsfall

  1. Ruhe bewahren! Nichts überstürzen.
  2. Glaube ihr/ihm! Nimm ihre/seine Äußerungen ernst.
    Versichere
    ihr/ihm, dass sie/er keine Schuld hat und, dass es richtig war, sich dir mitzuteilen.
    Sei stark!
    Vermittle ihr/ihm, dass du es aushältst wovon sie/er dir erzählt.
    Versprich nichts, was du anschließend nicht halten kannst.
    Hol dir die Erlaubnis bzw. stimme dein Vorgehen mit ihr/ihm ab.
  3. Biete dem Kind oder Jugendlichen an, dass sie/er jederzeit wieder zum Gespräch kommen darf. Akzeptere, wenn es abgelehnt wird.
  4. Notiere dir nach dem Gespräch Antworten auf die W-Fragen. Achte auf Datenschutz.
  5. Sprich mit einer (nicht involvierten) Person deines Vertrauens - nichts im Alleingang!
  6. Kontaktiere eine Fachberatungsstelle vor Ort oder das Hilfetelefon und lass dich beraten.

Sorge für dich! Erkenne eigene Grenzen und Möglichkeiten und akzeptiere sie.

Auf keinen Fall:
die Eltern der/des Betroffenen gegen den Willen des Kindes oder Jugendlichen informieren,
die mutmaßliche Täterin oder den mutmaßlichen Täter informieren,
ein  gemeinsames  Gespräch  mit  Betroffenen und mutmaßlicher Täterin/mutmaßlichem Täter initiieren,
sofort die Polizei oder eine Behörde einschalten.

Bei (vermuteteter) Täterschaft

"Hilfe, wir haben einen Täter / eine Täterin!"

  1. Ruhe bewahren! Nichts überstürzen.
  2. Schütze Betroffene, wenn nötig.
    Horche
    in dich rein.
  3. Notiere dir Antworten auf die W-Fragen. Achte auf Datenschutz.
  4. Sprich mit einer Person deines Vertrauens.
    Informiere
    die Leitung - nichts im Alleingang!
  5. Kontaktiere eine Fachberatungsstelle vor Ort oder das Hilfetelefon und lass dich beraten.

Sorge für dich! Erkenne eigene Grenzen und Möglichkeiten und akzeptiere sie.