Mitarbeiten. Leiten. Inspirieren

Drei Tage für DICH!

MLI - das sind drei Tage, in denen du durchatmen kannst. In denen du dich inspirieren lassen kannst für deine Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Jungen Erwachsenen. Allein oder im ganzen Mitarbeiterteam! 

MLI lohnt sich besonders für ganze Teams. Es stärkt die Beziehungen untereinander und bietet Gelegenheit, sich über Ziele und Visionen auszutauschen. Gleichzeitig hat jedes Teammitglied die Chance, sich seinen Aufgaben, Interessen und Fähigkeiten entsprechend inspirieren zu lassen.

Inspirierende Impulse, erfrischender Lobpreis und gemeinsames Essen bilden den Rahmen für einen individuellen Tagesablauf: Aus einem vielfältigen Angebot von Workshops und Seminaren stellst du dir dein eigenes Programm zusammen, das für dich und deine Gemeindearbeit interessant ist und dort neue Impulse setzt, wo du sie dir wünschst.

Die Mischung aus Input und Auftanken, aus Aktivität und Stille, bestimmst du selbst.

Termin eintragen!

Das nächste MLI findet vom 22. - 24- September 2017 in Leipzig statt!

Die Anmeldung findet ihr demnächst hier!

September 2015. MLI zu Gast in Leipzig. So schön wars:

Fotos von MLI in Leipzig findet ihr hier >>>

Zwei plus zwei gleich Eichhörnchen...

Das ist natürlich Quatsch. Zwei plus zwei ist vier. Das ist schon seit der Grundschule so. Wer etwas anderes behauptet, muss zumindest damit rechnen, von seinen Mitmenschen komisch angeschaut zu werden. Rich Grant, der Hauptredner bei MLI, hat sich trotzdem getraut. Dass zwei und zwei gleich vier ist, benutzt er als Symbol für die Prinzipien, nach denen die Realität funktioniert, in der wir uns jeden Tag bewegen und in der wir gelernt haben, zurecht zu kommen. Ist ja auch so: Du willst besser in der Schule werden, dann musst du mehr lernen. Oder teurere Nachhilfe nehmen. Du willst im Job mehr erreichen? Gut, dann musst du härter arbeiten. Du kriegst, was du verdienst und das lässt sich (mehr oder weniger) akkurat ausrechnen. Rich Grant hat die Leute bei MLI daran erinnert, dass Gott anders tickt. Das wussten die meisten natürlich schon; manchmal hilft es aber enorm, das ganz bildlich vor Augen geführt zu bekommen: In Gottes Welt ist zwei und zwei auch schon mal ein Eichhörnchen. Seine Gnade fließt völlig unberechenbar. Wir kriegen nicht mehr davon, wenn wir härter arbeiten und auch nicht weniger, wenn wir sie einfach nur empfangen und gar nichts dafür tun ...Mit diesem Statement wurden die über 250 Teilnehmenden und Mitarbeitenden von MLI in der Eröffnungspredigt begrüßt: Bevor wir darüber nachdenken, wo und wie wir mitarbeiten, sollten wir nochmal neu lernen, ganz bedingungslos und unberechenbar von Gott zu empfangen. 

Du bist kein Draußen-Hund!

Als Rich Grant und seine Frau bereit waren, für mehr Leben Verantwortung zu übernehmen als nur eine IKEA-Topfpflanze, sich aber noch nicht ganz bereit für eigene Kinder fühlten, da haben sie einen Hund aus dem Tierheim adoptiert. Ein toller, lieber Hund, der sich gut benommen hat. Zumindest solange Rich oder seine Frau zu Hause waren. Wenn sie weg waren, hat er mit allen Mitteln versucht, aus dem Haus auszubrechen. Ein paar Mal hat er es geschafft und ist entwischt. Rich hat dann irgendwann im Tierheim angerufen und gefragt, ob die eine Idee haben, was mit dem Hund los sein könnte. Da hat er erfahren, dass der Hund die ersten fünf Jahre seines Lebens draußen verbracht hat und nicht im Haus wohnen durfte. 
Jetzt durfte er bei Rich und seiner Frau im Haus wohnen. Eine ganz neue Situation für den Hund. Immer wenn Herrchen und Frauchen zuhause waren, hat er gewusst, dass er zu ihnen gehört und sein Platz im Haus ist. Aber wenn sie weg waren und er sie nicht mehr um sich gesehen hat, dann kam wieder durch, was ihn die ersten fünf Jahre seines Lebens geprägt hat. Und er hat versucht, wieder nach draußen zu kommen. 
Nette Geschichte soweit. Aber was will Rich damit sagen? Dass Gott ein Herr ist, der uns ins Haus sperrt und dann weg geht? Wohl kaum. Rich erinnert mit dieser Geschichte an folgendes: Wenn wir zu Gott gehören, bekommen wir durch ihn eine neue Identität. Wir sind dann Kinder Gottes. Aber alles, was wir „vorher“ erlebt haben, ist dadurch nicht einfach gelöscht. So lange wir Gott nah bei uns haben, ist uns klar, wohin wir gehören, aber wenn wir ihn aus den Augen verlieren, ist es manchmal schwer, noch zu spüren, dass man zu ihm gehört, und dass er uns eine „neue Identität“ gegeben hat. Rich macht Mut, aktiv und bewusst Gottes Nähe zu suchen ...

Triff Jesus am Strand!

„Catch, Coal, Calling“– (Frei übersetzt: Fangen, Grillen, Berufung) mit diesen drei Punkten leitete Rich den sonntäglichen MLI Gottesdienst ein. 
Petrus, der Jesus nach seinem kläglichen Versagen als Jünger und auch als Fischer am Strand wieder begegnet und sich inmitten seines Scheiterns und Versagens neu berufen und ausrichten lässt (Johannes 21), war die Grundlage dieser letzten MLI Session.
„Die zwei größten Faktoren, die uns davon abhalten, als Kinder Gottes zu leben, sind Angst und unser Ego.“ Die Angst zu versagen und das eigene Ego, das sich danach sehnt, etwas aus dem Leben zu machen, besser da zu stehen als andere, bewundert und wertgeschätzt zu werden.
Die Petrusgeschichte, erinnert uns aber daran, dass weder Angst noch das Ego unser Leben bestimmen sollten, sondern einzig und allein unsere Beziehung zu Jesus selbst. Es ist Christus, der uns Wert, Identität und eine Berufung gibt – völlig unabhängig von unserer eigenen Leistung, unserem eigenen Versagen, unseren eigenen Fehlentscheidungen.
Die Frage, die Petrus sich stellen musste und die wir uns auch stellen müssen: Wollen wir ihm nachfolgen? Egal wohin die Reise auch gehen mag und egal, ob wir immer alles richtig machen werden.
Und so endete der MLI Gottesdienst in der EFG Leipzig am Sonntag mit der Einladung, keine Angst vor dem Versagen zu haben, sein Ego zur Seite zu legen, sich verletzlich zu machen, die Schuhe auszuziehen und sie als Zeichen der Nachfolge unter das Kreuz zu stellen. 
Das sind nur Blitzlichter von dem, was wir mit über 250 Menschen vom 25.-27. September bei MLI (= Mitarbeiten. Leiten. Inspirieren.) erlebt haben. Neben den Plenarveranstaltungen, bei denen Rich Grant aus Sheffield gesprochen hat, gab es einen stimmungsvollen Abendgottesdienst, eine Lounge mit viel Raum für Gespräche und Begegnung und über 20 Workshops, in denen die Teilnehmenden neue und praktische Impulse für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bekommen haben. Wir haben gemeinsam gegrillt und ums Lagerfeuer gesessen. MLI war ein Wochenende mit gemeinsamem Lobpreis, Gedankenanstößen für jeden persönlich, neuen Impulsen für die Arbeit in der Gemeinde und sehr vielen inspirierenden Begegnungen. Mit all dem gehen wir jetzt zurück in unsere Gemeinden und hoffen, dass daraus etwas Gutes wächst. Für uns persönlich und für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.