Methodensammlung: Einander kennenlernen
Wo kommen wir her und wer sind wir?
KREATIVES GESTALTEN: Kinderrechte
WOMIT?
Gebraucht wird Kreativmaterial (Papier und Stifte, Farben, alte Zeitschriften, Klebstoff etc.).
WOZU?
Die Teilnehmenden beschäftigen sich auf kreative Weise mit ihren Rechten. Dabei werden die Rechte, die für das Thema Beteiligung und die Arbeit Junger Parlamente besonders wichtig sind, hervorgehoben.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren.
WAS UND WIE?
Zu zweit oder in kleinen Gruppen gestalten die Teilnehmenden zu den Kinderrechten Bilder und Collagen oder schreiben eigene Geschichten oder Gedichte. Als Grundlage kann die folgende Kurzfassung der Kinderrechte für Kinder dienen (aus Rosemarie Portmann, Kinder haben ihre Rechte 9):
- Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden.
- Kinder haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden.
- Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.
- Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein.
- Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.
- Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.
- Kinder haben das Recht, sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen, und ihre eigene Meinung zu verbreiten.
- Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben und ihre Würde geachtet werden.
- Kinder haben das Recht, im Krieg und auch auf der Flucht besonders geschützt zu werden.
- Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.
SPIEL: Einschätzungsspiel
WOMIT?
Gebraucht werden Papier und Stifte.
WOZU?
Eigenschaften, Stärken und Fähigkeiten innerhalb der Gruppe werden deutlich.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.
WAS UND WIE?
Die Gruppe wird in zwei Teams aufgeteilt. In jeder Spielrunde muss aus jedem Team eine Person die gesamte Gruppe einschätzen. Wer mit seiner Einschätzung näher an der richtigen Antwort ist, bekommt für sein Team einen Punkt.
- Beispiel: „Was meint ihr, wie viele Kinder aus der Gruppe spielen gerne UNO?“ Die beiden Kinder schreiben auf einen Zettel ihre Einschätzung. Anschließend melden sich die Kinder, auf die die Aussage zutrifft.
- Achtung: Keine Fragen nehmen, in denen es um eine Bewertung der Kinder oder Jugendlichen geht (z.B. „Was meint ihr, wie viele Personen aus der Gruppe stehen in Mathe 1 oder 2?“
SPIEL: Wo steht eigentlich ...?
WOMIT?
Es wird kein Material benötigt.
WOZU?
Das Ziel ist es, die Umgebung und die anderen aus der Gruppe wahr- und in den Blick zu nehmen.
WER?
Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Gruppengröße ab 8 Personen.
WAS UND WIE?
Eine Spielleitung moderiert durch die Übung. Die Teilnehmenden bewegen sich einzeln und ziellos durch den Raum. Die Spielleitung fordert nach einer Zeit (ca. 30-45 Sekunden) mit einem Schlagwort (Stopp, Halt, etc.) dazu auf, stehen zu bleiben und die Augen zu schließen. Anschließend stellt die Spielleitung die Frage: „Wo steht eigentlich … (Name des Gruppenmitglieds)?“ Die Teilnehmenden zeigen nun mit geschlossenen Augen in die Richtung des genannten Mitglieds und öffnen auf Kommando der Spielleitung die Augen. Hat die Richtung gestimmt oder nicht? Man sollte mehrere Durchgänge machen, um alle aus der Gruppe miteinzubeziehen. Auch sind unterschiedliche Fragen und Varianten / Aktionen möglich.
Beispiele für Fragen:
- Was steht auf dem Oberteil von Person XY?
- Welche andere Person steht am nächsten dran / am weitesten weg von Person XY?
- Welches Möbelstück ist am nächsten an Person XY dran?
Beispiele für Aktionen:
- Beim „Stopp“ eine Pose einnehmen. (Welche Pose macht Person XY?)
- Beim „Stopp“ eine Emotion mimen (glücklich, traurig, wütend, etc.). (Welche Emotion zeigt Person XY?)
SPIEL: Stärken-Bingo
WOMIT?
Gebraucht werden für jedes Kind ein Stift und ein „Stärken-Bingo“ ausgedruckt auf Din A4 .
Das Stärken-Bingo kann hier als PDF heruntergeladen geladen werden.
WOZU?
Die Kinder erfahren mehr über Stärken und Fähigkeiten in der Gruppe.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren.
WAS UND WIE?
Jedes Kind bekommt ein Bingo-Blatt (dazu diese Kopiervorlage auf DIN A4 in der benötigten Anzahl ausdrucken). Hier sind verschiedene Fähigkeiten und Stärken aufgelistet. Alle versuchen nun, durch Befragen so viele Felder wie möglich auszufüllen. Eine Person, die die aufgeführte Stärke oder Fähigkeit besitzt, unterschreibt in dem entsprechenden Feld.
Gewonnen hat die Person, die als erstes eine Reihe, Zeile oder Diagonale komplett ausgefüllt hat. Natürlich dürfen dabei keine Namen mehrfach vorkommen. Es kann auch die Person als Sieger:in „gekürt“ werden, die das Blatt komplett ausgefüllt hat.
SPIEL: Drei Eigenschaften
WOMIT?
Gebraucht werden Papier und Stifte.
WOZU?
Selbst- und Fremdeinschätzung werden einander gegenübergestellt.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren.
WAS UND WIE?
In Kleingruppen (4-6 Teilnehmende) schreibt jede Person auf einen Zettel drei typische Eigenschaften, die sie gut beschreiben: zwei positive und eine negative. Anschließend werden die Zettel gefaltet, gemischt und in die Mitte gelegt. Nun zieht eine Person einen Zettel, liest ihn laut vor und soll raten, von wem dieser Zettel geschrieben wurde. Die Entscheidung soll möglichst konkret begründet werden (mit Beispielen aus Begegnungen mit der anderen Person). Anschließend wird der Zettel an die nächste Person weitergegeben, die auch eine entsprechende Einschätzung vornimmt und so weiter. (Die Person, die den Zettel geschrieben hat, muss natürlich eine andere Person wählen!) Haben alle Teilnehmenden zu jedem Zettel ihre Vermutungen geäußert, wird am Ende aufgeklärt, welcher Zettel zu wem gehört.
PANTOMIME: Wer ich bin und was ich kann
WOMIT?
Es wird kein Material benötigt.
WOZU?
Die Kinder stellen sich pantomimisch vor und lernen einander besser kennen.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren.
WAS UND WIE?
Pantomimisch stellen die Kinder bzw. Jugendlichen etwas dar, das etwas über sie aussagt: was sie gerne oder gar nicht mögen, Hobbies und Freizeitbeschäftigungen, Lieblingstiere, -bücher oder Fernsehgestalten u.v.a.m. Die anderen Teilnehmenden dürfen raten, worum es geht.
SPIEL: Flaschendrehen
WOMIT?
Gebraucht wird eine leere Flasche.
WOZU?
Alle Kinder werden beim Sprechen über unterschiedliche Themen beteiligt.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 3 Jahren.
WAS UND WIE?
Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis. In der Mitte liegt eine Flasche. Ein Kind dreht die Flasche. Das Kind, auf das dann der Flaschenhals zeigt, beantwortet eine Frage, zum Beispiel:
- „Erzähl mal, was du ganz besonders gut kannst!“
- „Welches Spiel gefällt dir besonders gut?“
- „Worüber hast du dich heute gefreut?“
- „Was ist dein Lieblingsessen?“
- „Wovor hast du Angst?“
- „Mit welchen Menschen fühlst du dich wohl?“
- Die Fragen können die Kinder bzw. Jugendlichen sich selbst ausdenken. Sie zeigen Interesse aneinander und lernen, über sich selbst zu sprechen. Dabei kommen alle zu Wort.
KREATIVES GESTALTEN: Ich bin ich
WOMIT?
Gebraucht werden Papier und Stifte.
WOZU?
Die Teilnehmenden machen sich Gedanken darüber, wer sie eigentlich sind und/oder sein wollen.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren.
WAS UND WIE?
Wir machen an Stationen kreative Angebote:
- Zu zweit Umriss- oder Schatten-Bilder von den eigenen Köpfen zeichnen. Dort hinein malen oder schreiben, worüber man nachdenkt, was einen freut oder was einem Angst macht.
- Einen kurzen Text schreiben zu der Überschrift „Das bin ich“ (ohne den eigenen Namen zu nennen). Anschließend die Teilnehmenden raten lassen, um wen es sich jeweils handelt.
- Zwei ABC-Gedichte schreiben: „Was ich mag“ und „Was ich nicht mag“ oder „Was ich gut kann“ und „Was ich nicht kann“.
- Elfchen schreiben (1. Zeile ein Wort, 2. Zeile zwei Wörter, 3. Zeile drei Wörter, 4. Zeile vier Wörter, 5. Zeile ein Wort). Erstes Wort: „Ich ...“.
SPIEL: Alle sind besonders!
WOMIT?
Gebraucht werden Papier und Stifte.
WOZU?
In diesem Spiel können sich die Kinder vergegenwärtigen, warum auch sie etwas Besonderes sind. Außerdem nehmen sie sich gegenseitig wahr.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.
WAS UND WIE?
Jede*r Teilnehmende erhält ein Blatt Papier und schreibt auf die Vorderseite seinen bzw. ihren Namen. Auf die Rückseite werden dann Sachen aufgeschrieben oder aufgemalt, die das Kind bzw. der Jugendliche gut kann oder gerne macht. Anschließend werden die Zettel der Gruppe gezeigt, ohne dass die Teilnehmenden den Namen lesen können. Diese dürfen dann raten, um welche Person es sich handelt. Vielleicht kann die Gruppe nach jedem Zettel, der gezeigt wurde, noch gemeinsam überlegen, ob ihnen noch zusätzlich etwas einfällt, was die jeweilige Person ausmacht.
SPIEL: Fisherman-Runde
WOMIT?
Gebraucht werden verschiedene Sorten „Fischerman’s Friend“ (oder andere Bonbonsorten).
WOZU?
Eine erste Vorstellungsrunde!
WER?
Für alle Altersgruppen (für Kinder nicht in dieser Form geeignet, andere Süßigkeiten verwenden!).
WAS UND WIE?
Fünf Tütchen mit unterschiedlichen Sorten Fisherman-Pastillen werden im Raum verteilt. Die Teilnehmenden gruppieren sich in fünf verschiedene Kreise, je nachdem, welche Geschmacksrichtung von Fisherman sie bevorzugen. Eine weitere Gruppe sammelt sich aus denjenigen Teilnehmenden, die Fisherman nicht ausstehen können. Die Fisherman-Pastillen dürfen verzehrt werden. Die Teilnehmenden stellen sich innerhalb ihrer Fisherman-Gruppe (evtl. mit Name und Vorlieben usw.) vor.
SPIEL: Ortsalphabet
WOMIT?
Es wird kein Material benötigt.
WOZU?
Eine erste Vorstellungsrunde!
WER?
Für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren.
WAS UND WIE?
Alle nennen jeweils den Ort, aus dem sie kommen. Danach werden die Teilnehmenden aufgefordert, sich im Kreis nach der alphabetischen Reihenfolge der ersten Buchstaben der Orte, aus denen sie kommen, hinzusetzen.
Variante „Namensalphabet“: Wird gespielt wie oben, nur mit den Vornamen der Teilnehmenden.
EINSTIEG / IMPULS: Wettergefühle
WOMIT?
Gebraucht werden ggfs. Bilder von Wetterphänomenen (Regen, Gewitter, Wind, Sturm, Sonne, Wolken etc.).
WOZU?
Die Kinder bzw. Jugendlichen bringen zum Ausdruck, mit welchem Gefühl sie in die Gruppe kommen, und hören das von anderen. Die Bindung innerhalb der Gruppe wird gestärkt.
WER?
Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.
WAS UND WIE?
Sagt, wie ihr euch gerade fühlt, und zwar mit einem „Wetter-Bild“ (z.B. „wie Regen, Gewitter, Sturm, Sonne, leicht bewölkt, Wolken verziehen sich“ usw.).
SPIEL: Lügenportrait
WOMIT?
Es wird kein Material benötigt.
WOZU?
Eine erste Vorstellungsrunde!
WER?
Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren (max. 20 Personen).
WAS UND WIE?
Jede*r Mitspielende erzählt vier Sätze von sich. Drei Sätze davon sind zutreffend, einer unwahr. Der/Die Vortragende muss dabei versuchen, die „Unwahrheit“ so glaubwürdig darzustellen, dass die übrigen Mitspielenden anschließend in einer gemeinsamen Diskussion diese nicht von den drei wahren Aussagen unterscheiden können. Als „Wahrheiten“ eignen sich vor allem unglaubwürdige Hobbys und Außergewöhnlichkeiten.
SPIEL: Namenstausch
WOMIT?
Gebraucht werden Namenskarten zum Anheften oder Krepp-Klebeband und Stift.
WOZU?
Vertiefendes Kennenlernen!
WER?
Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.
WAS UND WIE?
Dieses Spiel eignet sich nicht zum allerersten Kennenlernen! Jede*r Mitspielende hat sich ein Kärtchen oder ein Stück Krepp-Klebeband mit dem eigenen Namen beschriftet und an die Brust geheftet. Dann verlassen zwei Personen den Raum. Die übrigen vertauschen ihre Namensschilder. Die beiden Hinausgegangenen müssen nun die Schilder wieder richtig zuordnen.