Beteiligung in der Praxis
EIne Methodensammlung zum Thema Partizipation
Autor*inne: Volkmar Hamp / Hélena Noß
Die Methoden sind zum großen Teil folgenden Veröffentlichungen entnommen:
- Christoph Haus (Hrsg.), Up To You – Auf dich kommt es an! Die Konzeption der Kinder- und Jugendarbeit des Gemeindejugendwerkes. 4 Bände. Wustermark 2007.
- Anna Eberbach / Volkmar Hamp (Hrsg.), Kinder stärken. Eine Spiel- und Methodenkartei zur Gewaltprävention mit 222 praktischen Ideen, um Kinder und Jugendliche zu stärken und ihre Resilienz zu fördern. Wustermark 2024.
Unser Dank gilt allen Autorinnen und Autoren, die etwas dazu beigetragen haben!
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde (und darüber hinaus) kann nur gelingen, wenn sie methodisch angemessen gestaltet wird. Deshalb sind im Folgenden einige Methoden zusammengestellt, die in Beteiligungsprozessen, zum Beispiel auch bei der Gestaltung Junger Parlamente, hilfreich sein können.
- Dabei geht es zunächst einmal um das Kennenlernen (Wo kommen wir her und wer sind wir?) (1.).
- Dann um das Vereinbaren und Einhalten von Regeln (Wie wollen wir miteinander umgehen und arbeiten?) (2.).
- Es geht darum, Themen zu finden und zu bewerten (Womit wollen wir uns beschäftigen und in welcher Reihenfolge?) (3.).
- Und darum, Themen zu bearbeiten und zu diskutieren (Wie sammeln, besprechen und bewerten wir Informationen und Material?) (4).
- Schließlich wollen wir Entscheidungen treffen und umsetzen (Wie können wir demokratisch entscheiden, gestalten und Ziele erreichen?) (5.).
- Und last but not least geht es darum, Prozesse auszuwerten und Feedback zu geben (Was war gut, was war schlecht und was lernen wir daraus?) (6.).
Bei aller Methodenvielfalt: Entscheidend ist die Beziehung, die Mitarbeitende zu den Kindern und Jugendlichen und die Kinder und Jugendlichen untereinander haben! Sehr schlichte informelle Formate (miteinander kochen und essen, eine gemeinsame Fahrradtour, eine Wochenendfreizeit, regelmäßige kurze Austauschrunden im Rahmen des normalen Programms) legen wichtige Grundlagen für spätere formale Beteiligungsformate (wie z.B. Junge Parlamente).
Übersicht über die im Folgenden vorgestellten Methoden:
1. Einander kennenlernen: Wo kommen wir her und wer sind wir?
- KREATIVES GESTALTEN: Kinderrechte
- SPIEL: Einschätzungsspiel
- SPIEL: Wo steht eigentlich ...?
- SPIEL: Stärken-Bingo
- EINSTIEG / IMPULS: Wer gleicht wem?
- SPIEL: Drei Eigenschaften
- PANTOMIME: Wer ich bin und was ich kann
- SPIEL: Flaschendrehen
- KREATIVES GESTALTEN: Ich bin ich
- SPIEL: Alle sind besonders!
- SPIEL: Fisherman-Runde
- SPIEL: Ortsalphabet
- EINSTIEG / IMPULS: Wettergefühle
- SPIEL: Lügenportrait
- SPIEL: Namenstausch
2. Regeln vereinbaren und einhalten: Wie wollen wir miteinander umgehen und arbeiten?
- SPIEL: Augenblick
- SPIEL: Nur mit dem Zeigefinger
- SPIEL: Dampfer im Nebel
- SPIEL: Balljongleure
- SPIEL: Reaktionskette
- SPIEL: Das Blatt wenden
- SPIEL: Gordischer Knoten
- SPIEL: Male du, was ich sehe
- INTERAKTIONSSPIEL: Der große Eierfall
- SPIEL: Auf den Rücken malen
- REFLEXION: Giraffensprache
- SPIEL: Zehn Gebote selbst erfinden
- REFLEXION: Kommunikation
3. Themen finden und bewerten: Womit wollen wir uns beschäftigen und in welcher Reihenfolge?
BRAINSTORMING: „Hirngewitter“
- BRAINSTORMING: Alphabet
- BRAINSTORMING: Mindmapping
- BRAINSTORMING: Kartenabfrage
- SPIEL: Ich hab‘ noch nie, aber würde so gerne ...
- AKTION: Eine gemeinsame Vision entwickeln
- METHODE: Klebepunkte-Abstimmung
- METHODE: Wunschbaum
- METHODE: Entdeckungs-Tour
- BRAINSTORMING-METHODE: Traum-Gottesdienst / Traum-Gruppenstunde
- AKTION: Traumhaus bauen
- METHODE: Gefühle-Karte
- AKTION: Rollentausch
4. Themen bearbeiten und Entscheidungen treffen: Wie sammeln, besprechen und bewerten wir Informationen und Material?
- SPIEL: Hast du Worte?
- EINSTIEG / IMPULS: Bilden von Peers
- EINSTIEG / IMPULS: Gefühle sind wie Farben
- EINSTIEG / IMPULS: Bilder für Gefühle
- KONSENS-METHODE: 2 – 4 – 8 – 16
- BRAINSTORMING-METHODE: 635
- ZIELFINDUNGSPROZESS: Metaplan
- BRAINSTORMING: Assoziations-Stern
- REFLEXION: Eckenabfrage
- REFLEXION: Standogramm
- REFLEXION: Theater
5. Prozesse auswerten und Feedback geben: Was war gut, was war schlechtund was lernen wir daraus?
- IMPULS: Feedback
- REFLEXION: Feedbackbriefe
- REFLEXION: Rückenstärkung
- REFLEXION: Schatzkoffer
- REFLEXION: Abschlussalphabet
- REFLEXION: Blitzlicht
- REFLEXION: One-Minute-Paper
- REFLEXION: Schatzkiste und Mülleimer
- REFLEXION: Standpunkt
- REFLEXION: Zehn-Finger-Methode
- REFLEXION: Malen, Zeichnen, Kneten, Modellieren
- REFLEXION: Statue
- REFLEXION: Bildergalerie
- REFLEXION: Smileys / Gefühlskarten
- REFLEXION: Gruppenbild
- REFLEXION: Fotoalbum
- REFLEXION: Netz gemeinsamer Erfahrungen
- REFLEXION: Bibelverse
- AKTION: Standortbestimmung durch die Reflexion einer Aktivität