Abschiedsgala der Regenbogen-Str.

Das große Wiedersehen!

Auf der Regenbogen-Str. darf man laut und lustig sein! Nach mehr als 30 Jahren endet nun das Projekt. Alle sind herzlich zur Abschiedsgala am 24. Februar 2018 in Berlin eingeladen.

Junge Menschen hatten die Möglichkeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Regenbogen-Str. zu machen. Das vierköpfige Team besuchte Kirchengemeinden, Kitas, Schulen und bereicherte das ein oder andere Kinderfest mit seinem Einsatz – deutschlandweit. In den letzten Jahren verantwortete das GJW Berlin-Brandenburg das Projekt.

King Lui, Rosa, Lotte und der kleine Rudi waren in den vergangenen Jahren an unzähligen Einsatzorten zu Gast und brachten täglich Kinderaugen zum Strahlen. Denn bei den lebensgroßen Handpuppen ging es zu wie im richtigen Leben: Es wird gestritten und gelacht, geweint, aber zum Schluss haben sich alle wieder vertragen. Ebenso war die Kioskbesitzerin Tante Lakritze auf der Regenbogen-Str. zu Hause. Sie stand King Lui, Rosa, Lotte und Rudi mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer ein offenes Ohr für die Angelegenheiten der Kinder. Mit ihren Geschichten über Gott und das Leben schaffte sie es immer wieder, die Rasselbande zum Nachdenken zu bewegen und so lösten sich die großen und kleinen Probleme in Luft auf. Neben dem Klappmaulpuppentheater stand auf dem täglich wechselnden Programm Lachen, Spielen, Toben, Singen, Basteln und natürlich Mitmachen. Hier konnten Kinder, junge Erwachsene und Eltern gemeinsam viel erleben. 

Abschied nach 30 Jahren

Nach nun mehr als 30 Jahren geht das Projekt zu Ende. In den vergangenen Jahren hatte die Regenbogen-Str. immer mehr damit zu kämpfen, dass finanzielle und personelle Mittel fehlten, um die Arbeit in Zukunft weiterführen zu können. Immer weniger Gemeinden haben die Regenbogen-Str. gebucht, was sicher auch daran liegt, dass sich Gemeinden den Preis einer Regenbogen-Str.-Woche nicht mehr leisten konnten. Weiterhin berichteten viele Interessierte, dass das Ganztageskonzept der Schulen dem Gedanken der Regenbogen-Str. im Weg stünde, Nachmittagsprogramm für Kinder anzubieten. Neben den finanziellen Schwierigkeiten wurde es auch zunehmend schwieriger, die vier Puppenspieler*innenstellen zu besetzen: Das GJW Berlin-Brandenburg hatte die Regenbogen-Str. seit 2005 von der Bundesgeschäftsstelle des GJWs in Elstal übernommen und die Puppenspieler*innen seitdem über das FSJ-Programm akquiriert. Die großen Herausforderungen, die an ein Team gestellt werden, das ein Jahr beinahe ununterbrochen miteinander unterwegs und ständig an wechselnden Orten seine Zelte aufschlägt, sind für junge Erwachsene sehr hoch. Die Auslastung der Regenbogen-Str. hätte noch höher sein müssen, damit sie sich finanziell hätte tragen können. Gleichzeitig war die Arbeitsbelastung für die Freiwilligen schon jetzt pädagogisch nicht mehr zu verantworten. Nachdem gemeinsam mit allen Landesgeschäftsstellen des GJW darüber nachgedacht wurde, wie und ob die Regenbogen-Str. noch einmal neuen Anschub bekommen kann und nach Gesprächen mit dem Urvater der Regenbogen-Str. Hinrich Schmidt beschloss dann die Bundeskonferenz des Gemeindejugendwerks im vergangenen November das Ende der Regenbogen-Str. 

Noch einmal richtig feiern!

Für einen gebührenden Abschied dieses Projekts, das viele Menschen begleitet, berührt und begeistert hat, wird am Samstag, den 24. Februar 2018 eine Abschiedsgala unter dem Motto „Das große Wiedersehen“ in der EFG Berlin-Charlottenburg stattfinden. Alle sind eingeladen! Wir wollen miteinander ein letztes Mal die Kinder der Regenbogen-Str. sehen, Erinnerungen teilen, gemeinsam essen und miteinander Gottesdienst feiern. Damit es laut und lustig wird, lebt dieses Fest ganz im Sinne der Regenbogen-Str. vom Mitmachen. Ein letztes Mal werden unter anderem viele Elemente eines typischen Regebogen-Str.-Nachmittages zelebriert. Wer noch einmal die „Rebos“ spielen möchte, sich an der Musik, mit Bewegungsspielen, verrückten Begrüßungen, lustigen Hinweisen, Gebetssymbolen, Lernversen oder als Postbote am Programm beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen sich – auch als Team –  bei Jason Querner  zu melden. Ihm könnt ihr auch Bilder und Zeitungsartikel zuschicken, um die Abschiedsgala zu dem werden zu lassen, was die Regenbogen-Str. für viele war.

Außerdem wird bei der Abschiedsgala die Gelegenheit bestehen, Teile der Regenbogen-Str.  in Form einer Auktion käuflich zu erwerben, um das finanzielle Defizit der letzten Jahre etwas geringer zu gestalten. Wer im Vorfeld Interesse hat, die ganze Kulisse oder den kompletten Puppensatz dem GJW Berlin-Brandenburg abzukaufen, kann gerne Kontakt aufnehmen.

Für das GJW und die Regenbogen-Str.:
Anna Eberbach (Geschäftsführung im GJW Berlin-Brandenburg)
Jason Querner (Referat für die Arbeit mit Kindern in der Bundesgeschäftsstelle)
Udo Rehmann (GJW-Leitung)

Zum großen Wiedersehen gehören Freunde und Bekannte! Lade sie in diese Facebook-Veranstaltung ein, um sie auf die Abschiedsgala aufmerksam zu machen.

PROGRAMM

Mach mit!

Du hast Fotos, Zeitungsartikel oder anderes, das du uns zur Verfügung stellen kannst? Du möchtest dich am Programm beteiligen? Du kannst uns während der Veranstaltung beim Service unterstützen?  Melde dich bei Jason per E-Mail.

Ab 10:30 Uhr Ankommen
11:00 Uhr Feierliche Eröffnung
11:15 Uhr Festgottesdienst
12:30 Uhr Mittagsbuffet
14:00 Uhr Festprogramm "Noch einmal ein Nachmittag mit der Regenbogen-Str."
16:15 Uhr Große Auktion
16:45 Uhr Auf und Tschüss: Abschlussrakete
17:00 Uhr Ende

Parallel wollen wir gemeinsam eine Wand der Erinnerungen entstehen lassen, es wird eine Ausstellung mit Fotos, Kladden, Zeitungsartikeln und Dokumenten der geheimen Rebo-Archive geben, du kannst dich mit den Rebokindern fotografieren lassen und es wird genug Zeit zum Austausch und Begegnen geben.

Kinderbetreuung

Die Abschiedsgala richtet sich primär an Erwachsene, die noch einmal in die Welt von King Lui, Rosa, Lotte und Rudi eintauchen möchten. Für Kinder gibt es ein Betreuungsangebot.

VERANSTALTUNGSORT

Friedenskirche Charlottenburg

Bismarckstr. 40

10627 Berlin

Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn

Ab Berlin Hbf mit der S-Bahn S7 drei Stationen in Richtung Potsdam Hbf bis Zoologischer Garten fahren und dann mit der U-Bahn U2 zwei Stationen in Richtung Ruhleben bis Deutsche Oper.

Die Friedenskirche ist barrierefrei.

Übernachtungsmöglichkeit

Die Friedenskirche Charlottenburg vermietet Ferienwohnungen direkt auf dem Gelände: www.ferienwohnung-friedenskirche.de