Eine Anmeldung über das Online-Formular ist heute nicht mehr möglich. Falls Du gerne am Fachtag teilnehmen möchtest, komme einfach am Samstag ab 10:15 Uhr nach Bochum und melde dich vor Ort an. Bringe bitte den Teilnehmerbeitrag (39€) bar mit. Wir freuen uns auf dich!

Kindern auf Augenhöhe begegnen

Ein Fachtag zum Kinderschutz

Für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihres Glaubens benötigen Kinder Orte, an denen sie sicher sind und vertrauensvolle Beziehungen erleben. Viele Gemeinden und Einrichtungen sind auf dem Weg, solch sichere Orte zu werden. Orte, an denen Kindern auf Augenhöhe begegnet wird und sie vor Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung geschützt werden.

Mitarbeitende wurden geschult, Kinderschutzkonzepte entwickelt und immer mehr Gemeindeleitungen erkennen ihre besondere Verantwortung in dieser Thematik. Im Kinderschutz sind wir Mitarbeitende die Hauptakteure. Die Herausforderung wird darin bestehen, diese Verantwortung wahrzunehmen, die Kinder dabei aber nicht auf allen Ebenen von uns abhängig zu betrachten, sondern uns noch vielmehr von ihrem Blick auf Gott und die Welt überraschen und inspirieren zu lassen – eine Frage der Haltung, die uns einiges abverlangt, oft in der Spannung zwischen Begleiten und Entgleiten, Schützen und Stützen.

Am Fachtag werden wir uns mit den Spannungsfeldern auseinandersetzen, die der Wunsch nach starken Kindern mit sich bringt. Hat ein Paradigmenwechsel vor Ort stattgefunden? Wie sieht meine Haltung gegenüber Kindern aus? Nehme ich sie wirklich ernst? Dieser Tag soll wertschätzend, aufrüttelnd, nachdenklich und fröhlich werden. Dabei werden uns Referierende aus verschiedenen Bereichen begleiten. Auch Grundlagen zum Kinderschutz werden in Workshops angesprochen.

Ablauf

ab 10:15  Ankommen

Komm in Ruhe an und orientiere dich. Erfrische dich mit kalten oder heißen Getränken. Schlendere über den Marktplatz. Versorge dich mit Infos an der Anmeldung.

11:00  Begrüßung und Einführung in den Tag

Gerahmt wird der Vormittag mit Live-Musik. Du bekommst eine Einführung ins Thema und einen Überblick über den Tag. Zu Beginn wenden wir uns bewusst Gott zu.

11:15  Referat von Torsten Hebel

Der Kabarettist, Theologe und Schauspieler ist Gründer und Leiter der blu:boks Berlin. Er gibt Einblicke in seine „Selbstwertmanufaktur“ und erklärt, wie eine Arbeit mit Kindern auf Augenhöhe aussehen kann. Mehr Infos...

12:15  Podiumsdiskussion und Aussprache

Werde deine Fragen an Torsten Hebel los und komme mit anderen ins Fachgespräch - kritisch, anerkennend, praktisch, prozess- oder lösungsorientiert.

13:00  Mittagspause

Stärke dich! Natürlich auch vegetarisch.

13:45  Workshops (Phase 1)

Wähle entsprechend deiner Interessen - bei der Anmeldung - einen der angebotenen Workshops aus. Mehr Infos...

15:00  Pause

Tausche dich über Erlebtes und Gelerntes bei einer Tasse Tee oder Kaffee aus.

15:15 Uhr  Workshops (Phase 2)

Wähle entsprechend deiner Interessen - bei der Anmeldung - einen der angebotenen Workshops aus. Mehr Infos...

16:30  Gemeinsamer Abschluss

Wir sammeln Gedanken des Tages ein und geben einen Ausblick. Zum Abschluss des Tages wenden wir uns bewusst Gott zu.

17:00  Ende

Der Marktplatz

Lerne die Player der Szene persönlich kennen. Während des Fachtages findet parallel zum Programm ein Marktplatz statt. Hier präsentieren sich Projekte, Werke und Einrichtungen. Sie bieten die Möglichkeit, sich zu informieren, zu vernetzen und auszutauschen.

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Hauptreferat

Am Vormittag wird Torsten Hebel uns ein Referat halten. Anschließend ist Möglichkeit für Rückfragen und Fachaustausch. Der Kabarettist, Theologe und Schauspieler ist Gründer und Leiter der blu:boks Berlin, die sich selbst als „Selbstwertmanufaktur“ bezeichnet.

Durch künstlerische und kreative Methoden schafft die blu:boks Bildungs- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche, in denen freies, selbstbestimmtes und selbstgestaltetes Lernen im Sinne von Welt-Aneignung stattfindet: notenfrei und fehlerfreundlich, stärkenorientiert und partizipativ. Ziel ist es, junge Menschen zu aktiven, hoffnungsvollen und selbstbewussten Mitgestaltern der Gesellschaft zu machen.

Torsten Hebel spricht von seiner Begeisterung, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und erklärt, wie eine wertschätzende Arbeit mit Kindern in der Gemeinde oder Einrichtung strukturell verankert werden kann. Junge Menschen ernst zu nehmen ist eines seiner Grundanliegen. Dafür nimmt er kein Blatt vor den Mund.

"Als Leiter und Gründer dieser Arbeit darf ich immer wieder staunen, wenn ich sehe, dass Kinder mit denkbar schlechten Startvoraussetzungen ihr Leben auf einmal selbst in die Hand nehmen und zu starken und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten reifen. Das ist für mich jedes Mal aufs Neue das sprichwörtliche Wunder."

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Workshops

Phase 1 (13:45 Uhr)

01 Kinderschutzkonzepte vor Ort (Sven Schneider)

Mittlerweile gibt es viel Wissen, Material und gesetzliche Anforderungen zum Thema Kinderschutz. Wie soll man da den Überblick behalten, und was passt für uns? Wie sieht ein Kinderschutzkonzept aus, das praktisch und umsetzbar ist? Wo gibt es Unterstützung?
Mit diesen Fragen und euren individuellen Anliegen werden wir uns beschäftigen.

02 Godly Play - Theologisieren mit Kindern (Kerstin Othmer)

Wie können wir mit Kindern auf Augenhöhe über Gott reden? Die religionspädagogsiche Methode Godly Play  ist ein wunderbares Beispiel für die Haltung beim Erzählen und Ergründen (theologisieren). Herzliche Einladung zu diesem Workshop, bei dem wir gemeinsam auf eine biblische Geschichte hören und sie ergründen. Im Nachklang werden wir die Methode auch theoretisch unterfüttern.

Kerstin Othmer ist ausgebildete Godly-Play-Teacher, Pfarrerin in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKVW) und Dozentin am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKVW. Als Beauftragte für Kindergottesdienst ist sie Herausgeberin von Publikationen und Arbeitshilfen für Gottesdienst und Kirche mit Kindern.

03 Kreative Stärkungsgruppen für Menschen mit Missbrauchserfahrung (Ille Ochs)

Nicht alle, die Sexuellen Missbrauch erfahren haben, brauchen eine Therapie. Therapieplätze sind rar. Und manche möchten oder können nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Dies gilt es ernst zu nehmen.  
Wie können wir dennoch gerade Kinder und Jugendliche nach einem solchen Erlebnis in ihrem Selbstwert stärken und in ihrer Beziehungsfähigkeit unterstützen?
Ille Ochs stellt ein Konzept der Kreativen Traumahilfe (KTH) vor, das hierfür ein angemessenes Angebot in einem geschützten Raum bietet.

Ille Ochs ist Tanz- und Kreative Traumatherapeutin (AKL) und besitzt die Lizenz für Kreative Stärkungsgruppen (KTH).

04 § 8a SGB VIII - Umgang mit Kindeswohlgefährdungslagen (Annegret Buchholz)

„Kindeswohlgefährdung“ Was bedeutet das eigentlich? Wie ist eine Einschätzung möglich, wenn Kinder oder Jugendliche sich anvertrauen oder durch ihr Verhalten auffallen? Wie gehe ich mit einem unguten „Bauchgefühl“ um und was sind die nächsten Handlungsschritte?

Annegret Buchholz ist Dipl.-Sozialarbeiterin, Systemische Beraterin und Supervisorin sowie Leiterin der Anlaufstelle „Schutzraum“.

05 Fröhlich und gelassen als Eltern scheitern (Dagmar Lohan)

Das Leben mit Kindern ist geprägt von unvorhergesehenen Situationen und Ausnahmezuständen. Nicht immer sind die Reaktionen von Erwachsenen angemessen und hilfreich. Der Workshop ist ein Plädoyer für eine Portion Gelassenheit, viel Gefühl und Barmherzigkeit mit Kindern und sich selbst. Ein Blick in die Bibel und auf das heutige Rollenverständnis von Kindern und Erwachsenen sollen Wege eröffnen,  respektvolle, ehrliche  Beziehungen entstehen zu lassen.

Dagmar Lohan ist Referentin im Fachbereich Familie und Generationen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, manchmal entspannte Mutter zweier umso fröhlicherer Söhne (9 und 11 Jahre) und lebt mit ihrer Familie in Bochum. 

06 Mit Kindern auf Augenhöhe Glauben leben (Claudia Rohlfing)

Wie werden Kinder in der Gemeinde wahrgenommen? Wie sieht die veränderte Rolle der Mitarbeitenden aus, wenn sie in ihrer Gruppe Kindern auf Augenhöhe begegnen? Wie ist Partizipation von Kindern in der Gemeinde möglich? Impulse, Erfahrungsaustausch, gemeinsames Weiterdenken.

Claudia Rohlfing ist Referentin für Kindergottesdienst im Bund Freier evangelischer Gemeinden

Phase 2 (15:15 Uhr)

07 Kinderschutzkonzepte vor Ort (Sven Schneider)

Mittlerweile gibt es viel Wissen, Material und gesetzliche Anforderungen zum Thema Kinderschutz. Wie soll man da den Überblick behalten, und was passt für uns? Wie sieht ein Kinderschutzkonzept aus, das praktisch und umsetzbar ist? Wo gibt es Unterstützung?
Mit diesen Fragen und euren individuellen Anliegen werden wir uns beschäftigen.

08 Godly Play - Theologisieren mit Kindern (Kerstin Othmer)

Wie können wir mit Kindern auf Augenhöhe über Gott reden? Die religionspädagogsiche Methode Godly Play  ist ein wunderbares Beispiel für die Haltung beim Erzählen und Ergründen (theologisieren). Herzliche Einladung zu diesem Workshop, bei dem wir gemeinsam auf eine biblische Geschichte hören und sie ergründen. Im Nachklang werden wir die Methode auch theoretisch unterfüttern.

Kerstin Othmer ist ausgebildete Godly-Play-Teacher, Pfarrerin in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKVW) und Dozentin am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKVW. Als Beauftragte für Kindergottesdienst ist sie Herausgeberin von Publikationen und Arbeitshilfen für Gottesdienst und Kirche mit Kindern.

09 So schauen Kinder Gott an - Wie sich (d)ein Bild von Gott entwickelt (Bastian Erdmann)

Die Bibel redet bildhaft von Gott. Bilder haben Wirkung und jedes hat seinen Ursprung, seinen Platz und auch seine Grenze. Kinder haben eigene Bilder, auch von Gott. Kennen wir diese? Was ist, wenn ein Bild nicht passt und woher rühren meine eigenen Gottesbilder? Wir möchten dabei die Haltung des Schulungskonzepts „Up To You“ einüben. Auf die Kinder kommt es an. Auf dich kommt es an. Auf Jesus kommt es an. It’s „Up To You“.

Bastian Erdmann ist Landesjugendpastor im GJW Norddeutschland und Leiter des Fachkreises "Sichere Gemeinde" im GJW.

10 § 8a SGB VIII - Umgang mit Kindeswohlgefährdungslagen (Annegret Buchholz)

„Kindeswohlgefährdung“ Was bedeutet das eigentlich? Wie ist eine Einschätzung möglich, wenn Kinder oder Jugendliche sich anvertrauen oder durch ihr Verhalten auffallen? Wie gehe ich mit einem unguten „Bauchgefühl“ um und was sind die nächsten Handlungsschritte?

Annegret Buchholz ist Dipl.-Sozialarbeiterin, Systemische Beraterin und Supervisorin sowie Leiterin der Anlaufstelle „Schutzraum“.

11 Erste Schritte auf dem Weg zur sicheren Gemeinde (Jason Querner)

Foto: GJW

Dieser Workshop ist ein kleiner Tür- und Augenöffner für neu Einsteigende. Warum ist das Thema so aktuell? Wieso sollte man mit einem Kodex arbeiten? Welche Formen der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gibt es? Welche Möglichkeiten und Grenzen haben Mitarbeitende? Wo gibt es Hilfe und Unterstützung?

Jason Querner ist Referent für die Arbeit mit Kindern in der GJW Bundesgeschäftsstelle und Mitglied des Fachkreises „Sichere Gemeinde“ im GJW

12 Vorbeugung von Menschenhandel insbesondere der Loverboy-Methode (Shannon von Scheele)

Menschenhandel in Deutschland ist ein ernstes Problem, doch man kann dem entgegenwirken. Wir wollen uns mit verschiedenen Formen von Menschenhandel befassen und die Wichtigkeit des Themas für unsere Gemeinden verstehen. Dafür beschäftigen wir uns vor allem mit dem Präventionsprogramm "Liebe ohne Zwang".

Shannon von Scheele ist seit 2006 im Netzwerk gegen Menschenhandel e.V. aktiv  und Autorin des Präventionsprogramm für Jugendliche zur Aufklärung über die "Loverboy"-Methode.

Anfahrt

Immanuelskirche Bochum
Hermannshöhe 21-23
44789 Bochum

Wir empfehlen eine Anreise mit der Bahn bis zum Bochumer Hauptbahnhof. Die Immanuelskirche ist von dort etwa 300m entfernt und zu Fuß in etwa 7 Minuten zu erreichen. Der Weg wird ausgeschildert sein.

FAQ - Häufige Fragen

Wir sammeln hier oft gestellte Fragen. Ist die Antwort auf deine Frage nicht dabei? Dann schreibe uns eine E-Mail.

Gibt es eine Kinderbetreuung?

Das können wir derzeit nicht garantieren, möchten es aber gerne möglich machen. Schreib uns eine E-Mail, falls du an einer Kinderbetreuung interessiert bist.

Kann ich mir die Teilnahme am Fachtag zertifizieren lassen?

Ja, klar! Schreib uns im Anschluss an den Fachtag eine E-Mail mit deinem Namen und du erhältst ein Zertifikat für deine Teilnahme.

Wo kann ich mein Auto parken?

Die besten Chancen hast du hinter der Gemeinde im Klever Weg.

Kontakt

Der Fachtag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Fachkreises „Sichere Gemeinde“ im Gemeindejugendwerk des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, der FeG Junge Generation im Bund Freier ev. Gemeinden und des Kinder- und Jugendwerks der Evangelisch-methodistischen Kirche Süd.

Fachtag Kinderschutz
Gemeindejugendwerk
Julius-Köbner-Str. 4
14641 Wustermark

+49 33234 74-118
gjw@baptisten.de

Bei Fragen wende dich an:

Fachkreis "Sichere Gemeinde"

FeG Junge Generation

Claudia Rohlfing

Pressematerial

Vorlagen für den Gemeindebrief

Flyer zum Verteilen

Eine beliebige Anzahl an Flyern ist unter gjw@baptisten.de bestellbar. Bei größeren Bestellungen berechnen wir ein Porto.

Eine Veranstaltung des Fachkreises „Sichere Gemeinde“ im Gemeindejugendwerk des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, der FeG Junge Generation im Bund Freier ev. Gemeinden und des Kinder- und Jugendwerks der Evangelisch-methodistischen Kirche Süd