Kindern auf Augenhöhe begegnen

Ein Fachtag zum Kinderschutz

Für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihres Glaubens benötigen Kinder Orte, an denen sie sicher sind und vertrauensvolle Beziehungen erleben. Viele Gemeinden und Einrichtungen sind auf dem Weg, solch sichere Orte zu werden. Orte, an denen Kindern auf Augenhöhe begegnet wird und sie vor Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung geschützt werden.

Mitarbeitende wurden geschult, Kinderschutzkonzepte entwickelt und immer mehr Gemeindeleitungen erkennen ihre besondere Verantwortung in dieser Thematik. Im Kinderschutz sind wir Mitarbeitende die Hauptakteure. Die Herausforderung wird darin bestehen, diese Verantwortung wahrzunehmen, die Kinder dabei aber nicht auf allen Ebenen von uns abhängig zu betrachten, sondern uns noch vielmehr von ihrem Blick auf Gott und die Welt überraschen und inspirieren zu lassen – eine Frage der Haltung, die uns einiges abverlangt, oft in der Spannung zwischen Begleiten und Entgleiten, Schützen und Stützen.

Am Fachtag werden wir uns mit den Spannungsfeldern auseinandersetzen, die der Wunsch nach starken Kindern mit sich bringt. Hat ein Paradigmenwechsel vor Ort stattgefunden? Wie sieht meine Haltung gegenüber Kindern aus? Nehme ich sie wirklich ernst? Dieser Tag soll wertschätzend, aufrüttelnd, nachdenklich und fröhlich werden. Dabei werden uns Referierende aus verschiedenen Bereichen begleiten. Auch Grundlagen zum Kinderschutz werden in Seminaren angesprochen.

Ablauf

ab 10:15  Ankommen

Komm in Ruhe an und orientiere dich. Erfrische dich mit kalten oder heißen Getränken. Schlendere über den Marktplatz. Versorge dich mit Infos an der Anmeldung.

11:00  Begrüßung und Einführung in den Tag

Gerahmt wird der Vormittag mit Live-Musik.  Du bekommst eine Einführung ins Thema und einen Überblick über den Tag. Zu Beginn wenden wir uns bewusst Gott zu.

11:15  Referat von Torsten Hebel

Der Kabarettist, Theologe und Schauspieler ist Gründer und Leiter der blu:boks Berlin. Er gibt Einblicke in seine „Selbstwertmanufaktur“ und erklärt, wie eine Arbeit mit Kindern auf Augenhöhe aussehen kann. Mehr Infos...

12:15  Podiumsdiskussion und Aussprache

Werde deine Fragen an Torsten Hebel los und komme mit anderen ins Fachgespräch. Es darf kritisch, anerkennend, praktisch, prozess- und lösungsorientiert sein.

12:45  Mittagspause

Stärke dich! Natürlich auch vegetarisch.

13:45  Workshops (Phase 1)

Wähle entsprechend deiner Interessen und Bedürfnisse - bei der Anmeldung - einen der angebotenen Workshops aus. Mehr Infos...

15:00  Pause

Tausche dich über Erlebtes und Gelerntes bei einer Tasse Tee oder Kaffee aus.

15:15 Uhr  Workshops (Phase 2)

Wähle entsprechend deiner Interessen und Bedürfnisse - bei der Anmeldung - einen der angebotenen Workshops aus. Mehr Infos...

16:30  Gemeinsamer Abschluss

Wir sammeln Gedanken des Tages ein und geben einen Ausblick. Zum Abschluss des Tages wenden wir uns bewusst Gott zu.

17:00  Ende

Der Marktplatz

Lerne die Player der Szene persönlich kennen. Während des Fachtages findet parallel zum Programm ein Marktplatz statt. Hier präsentieren sich Projekte, Werke und Einrichtungen. Sie bieten die Möglichkeit, sich zu informieren, zu vernetzen und auszutauschen.

 

 

Hauptreferat

Am Vormittag wird Torsten Hebel uns ein Referat halten. Anschließend ist Möglichkeit für Rückfragen und Fachaustausch. Der Kabarettist, Theologe und Schauspieler ist Gründer und Leiter der blu:boks Berlin, die sich selbst als „Selbstwertmanufaktur“ bezeichnet.

Durch künstlerische und kreative Methoden schafft die blu:boks Bildungs- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche, in denen freies, selbstbestimmtes und selbstgestaltetes Lernen im Sinne von Welt-Aneignung stattfindet: notenfrei und fehlerfreundlich, stärkenorientiert und partizipativ. Ziel ist es, junge Menschen zu aktiven, hoffnungsvollen und selbstbewussten Mitgestaltern der Gesellschaft zu machen.

Torsten Hebel spricht von seiner Begeisterung, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und erklärt, wie eine wertschätzende Arbeit mit Kindern in der Gemeinde oder Einrichtung strukturell verankert werden kann. Junge Menschen ernst zu nehmen ist eines seiner Grundanliegen. Dafür nimmt er kein Blatt vor den Mund.

"Als Leiter und Gründer dieser Arbeit darf ich immer wieder staunen, wenn ich sehe, dass Kinder mit denkbar schlechten Startvoraussetzungen ihr Leben auf einmal selbst in die Hand nehmen und zu starken und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten reifen. Das ist für mich jedes Mal aufs Neue das sprichwörtliche Wunder."

Eine Anmeldung und weitere Infos gibt es bald auf dieser Seite.