Netiquette

Für den Austausch auf Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und anderen Kanälen, auf denen wir als Gemeindejugendwerk (GJW) des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden präsent sind, gelten die folgenden Regeln. Mit dieser Netiquette machen wir transparent, nach welchen Kriterien wir in Diskussionen eingreifen und auch Kommentare und Beiträge löschen.

  • Wir wünschen uns Kommentare und Beiträge, die für unsere Nutzerinnen und Nutzer relevant sind und die sich direkt auf die jeweils eingestellten Posts, Fotos oder Videos beziehen. Wir behalten uns vor, Äußerungen, die keinen erkennbaren Bezug zum Inhalt unserer Beiträge haben, zu löschen.
  • Wenn verschiedene Meinungen aufeinandertreffen, erwarten wir einen freundlichen und respektvollen Umgangston und eine faire Kommunikation, in der mit nachvollziehbaren Argumenten diskutiert wird.
  • Jede Form der Beleidigung, Belästigung, Bedrohung, Verunglimpfung oder des persönlichen Angriffs hat bei uns keinen Platz und wird direkt gelöscht. 
  • Die Diskriminierung anderer Personen und sozialer Gruppen aufgrund ihrer religiösen, politischen oder sonstigen weltanschaulichen Überzeugungen, ihrer Herkunft oder Nationalität, ihres Alters, ihrer sozialen Stellung, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts sind auf unseren Seiten ausdrücklich nicht gestattet. 
  • Menschenverachtendes und gewaltverherrlichendes Gedankengut werden nicht akzeptiert. 
  • Kommentare und Beiträge können mit weiterführenden Links versehen werden, wenn diese zum Thema passen. Wir behalten uns vor, Links zu entfernen, deren Inhalte gegen die hier aufgeführten Regeln verstoßen.
  • Wir behalten uns vor, Kommentare und Beiträge zu löschen, bei denen das Werben für Organisationen, Dienstleistungen oder Produkte oder kommerzielle Interessen im Vordergrund stehen.

Sollte eine Nutzerin oder ein Nutzer wiederholt gegen diese Regeln verstoßen, behalten wir uns vor, die Person zu sperren.

GEMEINSAM VOR INFEKTIONEN SCHÜTZEN

Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gemäß § 34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz

In Ferienlagern, auf Events oder Schulungen befinden sich viele Menschen auf engem Raum. Daher können sich hier Infektionskrankheiten besonders leicht ausbreiten. 

Aus diesem Grund enthält das Infektionsschutzgesetz eine Reihe von Regelungen, die dem Schutz aller Kinder und auch des Personals in Gemeinschaftseinrichtungen vor ansteckenden Krankheiten dienen. Über diese wollen wir Sie mit diesem Merkblatt informieren.

1. Gesetzliche Besuchsverbote

Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass eine Person nicht an Maßnahmen des Gemeindejugendwerkes teilnehmen darf, wenn es an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt ist oder ein entsprechender Krankheitsverdacht besteht. Diese Krankheiten sind in der Liste 1 weiter unten auf dieser Seite aufgeführt.  
Bei einigen Infektionen ist es möglich, dass Ihr Kind die Krankheitserreger nach durch-gemachter Erkrankung (oder seltener: ohne krank gewesen zu sein) ausscheidet. Auch in diesem Fall können sich Teilnehmende oder Mitarbeitende anstecken. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen, dass die „Ausscheider“ bestimmter Bakterien nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und unter Beachtung der festgelegten Schutzmaßnahmen wieder an Maßnahmen teilnehmen dürfen (Liste 2 weiter unten auf dieser Seite).  
Bei manchen besonders schwerwiegenden Infektionskrankheiten muss Ihr Kind bereits dann zu Hause bleiben, wenn eine andere Person bei Ihnen im Haushalt erkrankt ist oder der Verdacht auf eine dieser Infektionskrankheiten besteht (Liste 3 weiter unten auf dieser Seite).  
Natürlich müssen Sie die genannten Erkrankungen nicht selbst erkennen können. Aber Sie sollten bei einer ernsthaften Erkrankung Ihres Kindes ärztlichen Rat in Anspruch nehmen (z.B. bei hohem Fieber, auffallender Müdigkeit, wiederholtem Erbrechen, Durchfällen und anderen ungewöhnlichen oder besorgniserregenden Symptomen). Ihr/-e Kinderarzt/-ärztin wird Ihnen darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die eine Teilnahme an unseren Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.
Gegen einige der Krankheiten stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Ist Ihr Kind ausreichend geimpft, kann das Gesundheitsamt darauf verzichten, ein Besuchsverbot auszusprechen.

2. Mitteilungspflicht

Falls bei Ihrem Kind aus den zuvor genannten Gründen ein Besuchsverbot besteht, informieren Sie uns bitte unverzüglich darüber und über die vorliegende Krankheit. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet und tragen dazu bei, dass wir zusammen mit dem Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung ergreifen können.

3. Vorbeugung ansteckender Krankheiten

Wir sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, über allgemeine Möglichkeiten zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten aufzuklären.  
Wir empfehlen Ihnen daher unter anderem darauf zu achten, dass Ihr Kind allgemeine Hygieneregeln einhält. Dazu zählt vor allem das regelmäßige Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettenbesuch oder nach Aktivitäten im Freien.  
Ebenso wichtig ist ein vollständiger Impfschutz bei Ihrem Kind. Impfungen stehen teilweise auch für solche Krankheiten zur Verfügung, die durch Krankheitserreger in der Atemluft verursacht werden und somit durch allgemeine Hygiene nicht verhindert werden können (z.B. Masern, Mumps und Windpocken).
Weitere Infos zu Impfungen finden Sie unter der Homepage www.impfeninfo.de der BzGA.
Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Haus- oder Kinderarzt/-ärztin oder an Ihr Gesundheitsamt.
 

Liste 1: Besuchsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht auf oder Erkrankung an folgenden Krankheiten

•    ansteckende Borkenflechte (Impetigo contagiosa)
•    ansteckungsfähige Lungentuberkulose
•    bakterieller Ruhr (Shigellose) Cholera  
•    Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC verursacht wird  
•    Diphtherie
•    durch Hepatitisviren A oder E verursachte Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E)
•    Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien
•    infektiöser, das heißt von Viren oder Bakterien verursachter, Durchfall und /oder Erbrechen
      (gilt nur für Kindern unter 6 Jahren)
•    Keuchhusten (Pertussis)    
•    Kinderlähmung (Poliomyelitis)
•    Kopflausbefall (wenn die korrekte Behandlung noch nicht begonnen wurde)
•    Krätze (Skabies)
•    Masern
•    Meningokokken-Infektionen
•    Mumps
•    Pest
•    Scharlach oder andere Infektionen mit dem
•    Bakterium Streptococcus pyogenes
•    Typhus oder Paratyphus  
•    Windpocken (Varizellen)
•    virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)


Liste 2: Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Ausscheidung folgender Krankheitserreger

•    Cholera-Bakterien
•    Diphtherie-Bakterien
•    EHEC-Bakterien    
•    Typhus- oder Paratyphus-Bakterien
•    Shigellenruhr-Bakterien
 

Liste 3: Besuchsverbot und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht auf oder Erkrankung an folgenden Krankheiten bei einer anderen Person in der Wohngemeinschaft

•    ansteckungsfähige Lungentuberkulose  
•    bakterielle Ruhr (Shigellose)
•    Cholera
•    Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC verursacht wird
•    Diphtherie
•    durch Hepatitisviren A oder E verursachte Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E) 
•    Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien
•    Kinderlähmung (Poliomyelitis)
•    Masern
•    Meningokokken-Infektionen
•    Mumps
•    Pest
•    Typhus oder Paratyphus  virusbedingtes
•    hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)

Erstellt nach einer Vorlage des Robert-Koch-Instituts vom April 2014