Foto: Karin Schröder

Winterspielplatz starten

Nicht ohne Grund entschließen sich immer mehr Gemeinden dazu einen Winterspielplatz zu gründen. Es ist eine echte Hilfe für Familien mit jungen Kindern aus der Umgebung. Auch für die Gemeinde ist es eine Bereicherung. Viele Mitglieder sowie Freunde und Freundinnen der Gemeinde können sich auf ganz unterschiedliche Weise einbringen. Durch den saisonalen Charakter können einzelne Mitarbeitende immer wieder neu entscheiden, ob sie beim Projekt Winterspielplatz mitmachen und in welcher Intensität. Denn obwohl es für die Menschen in der Umgebung der Gemeinde "nur" ein Angebot ist, ist es für Gemeinden ein echtes Projekt.

Von der Idee zum Spielplatz

Eine Gemeinde muss mehrere Phasen durchlaufen bis das erste Kind den Winterspielplatz betritt. Im ersten Schritt muss überprüft werden, ob der Bedarf für einen Winterspielplatz in der Umgebung der Gemeinde vorhanden ist, ob die Gemeinde entsprechende Ressourcen für die Durchführung eines Winterspielplatzes bereitstellen kann und ob es den Zielen der Gemeinde entspricht. Der zweite Schritt lässt sich als Motivationsphase beschreiben. Obwohl ein Winterspielplatz von wenigen Personen vorgedacht wurde, sollte er immer eine Entscheidung aller Mitglieder, Freunde und Freundinnen der Gemeinde sein. Die ganze Gemeinde entschließt sich Ressourcen - Räume, Geld, Zeit - in das Projekt zu investieren und sollte davon auf lange Sicht begeistert sein. Im dritten Schritt wird konkret geplant, kalkuliert, Ziele formuliert, Mitarbeitende geschult und eine Konzeption verfasst. Bei der Neugründung eines Winterspielplatzes können Mittel der „Aktion Mensch“ beantragt werden. Ansonsten haben sich Fundraisingaktionen im Nahbereich bewährt (örtliche Bank, Autohändler, Spielwarenladen etc.). Bei Anschaffungen können große Kindergarten- oder Sportausstatter angefragt werden. Verhandeln über Rabatte und Sonderkonditionen lohnt sich immer. Dann kann der Winterspielplatz starten. Es lohnt sich nach jeder Saison zu evaluieren, ob Projektziele erreicht wurden und wie es allen Beteiligten mit dem Winterspielplatz erging.

Geschütze Marke

Übrigens, der Begriff „Winterspielplatz“ ist eine geschützte Marke der Berliner Stadtmission. Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat mit der Berliner Stadtmission einen Rahmenlizenzvertrag zur Nutzung dieses Namens geschlossen. Gemeinden des BEFG dürfen den Namen „Winterspielplatz“ im Rahmen dieses Vertrages nutzen, ohne eine eigene Lizenz beantragen zu müssen. Der BEFG freut sich aber über Spenden, um diese Kosten zu decken. Hier könnt ihr ganz einfach online für den Rahmenlizenzvertrag spenden. 

Gemeinden, die nicht Mitglied im BEFG sind, wenden sich bezüglich der Lizenzrechte bitte direkt an die Berliner Stadtmission, sofern ihre Kirche oder ihr eigener gemeindlicher Dachverband nicht ebenfalls einen Rahmenlizenzvertrag mit der Berliner Stadtmission geschlossen hat.

Materialien

Die folgende Muster-Konzeption und weitere Materialien in der Edition GJW online können dir den Start vereinfachen.