Jahresprogramm 2012

Jahresprogramm 2012

Das neue GJW- Jahresprogramm ist da! Alle Freizeiten, Schulungen und Events 2012 auf einen Blick.
Du bekommst es in allen GJW-Geschäftsstellen oder in deiner Gemeinde.

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Männerträume werden wahr!

Männerträume werden wahr!

Aktuelle Informationen zur Modernisierung des Technischen Zentrums (CTM) in Maroua, Nordkamerun

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Liebe-voll = Gewalt-voll?

Sprüche 13,24 / Sprüche 29,15

Ganz selbstverständlich ist der Hebräischen Bibel (unserem "Alten Testament") eine Erziehung "mit Zucht und Strenge" (Agnes Wuckelt). Maßstab der Erziehung ist die Orientierung an Brauch und Sitte - nicht das Kind! Die Folge ist manchmal (wie zum Beispiel in Sirach 30,1-13) eine durchaus "Schwarze Pädagogik" (Katharina Rutschky). Wo deren Aussagen heute zu verbindlichen, da in der Heiligen Schrift begründeten Erziehungsrichtlinien erklärt werden, wird schlicht und einfach der zeitgeschichtliche Kontext übersehen, in dem sie formuliert wurden und von dem her sie zu verstehen sind.

Methoden und Ziele von Erziehung werden in allen Zeiten unterschiedlich definiert. "Sie sind im Starken Maße historischem Wandel ausgesetzt und bedürfen daher immer wieder neuer Bemühungen" (Holger Delkurt). Gemeinde heute hat eine Pädagogik wie sie uns z.B. in Sprüche 13,24 begegnet kritisch zu hinterfragen und die Aufforderung Jesu in Mk 10,13ff und das Gerichtswort aus Mt 18,6 ernst zu nehmen.

Aber auch das Alte Testament kennt nicht nur Empfehlungen zur Gewalt: "Kinder sind eine Gabe des Herrn" (Psalm 127,3). Sie sind Garanten der Bundestreue Gottes (1. Mose 15). Darum gehört es zur Einhaltung dieses Bundes, sich nicht nur Nachkommen von Gott schenken zu lassen, sondern diese Nachkommen auch mit dem Heilshandeln Gottes in der Geschichte des Volkes bekannt zu machen (vgl. 2. Mose 12,26: "Wenn euch eure Söhne fragen ...") und sie zum Einüben und Halten der Gebote anzuleiten. Und genau hier, das ist das Besondere, bilden Erwachsene und Kinder eine "Lerngemeinschaft". Hier geht es um eine Erziehung durch das Wort.

Festzuhalten ist: Eltern erhalten ihre Kinder als Geschenk und haben die Pflicht, diese aktiv zu erziehen und nicht "zügellos" aufwachsen zu lassen. Gelingendes Leben entsteht nicht automatisch, es muss durch Anregungen von außen gebahnt und begleitet werden. Dies bestätigt die heutige pädagogische Forschung und Wissenschaft: Kinder brauchen Liebe, Klarheit und Konsequenz. Konsequenz aber passt auch in eine gewaltfreie Erziehung. Denn jeder Schlag zerstört etwas in der Seele eines Kindes.

Eine gewaltfreie Erziehung ist im Alltag nicht immer so einfach. Daher empfehlen wir Elternkurse und Familientrainigs, die Eltern helfen und unterstützen, diese in die Realität umzusetzen.

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