Männerträume werden wahr!

Männerträume werden wahr!

Aktuelle Informationen zur Modernisierung des Technischen Zentrums (CTM) in Maroua, Nordkamerun

> mehr

Jahresprogramm 2012

Jahresprogramm 2012

Das neue GJW- Jahresprogramm ist da! Alle Freizeiten, Schulungen und Events 2012 auf einen Blick.
Du bekommst es in allen GJW-Geschäftsstellen oder in deiner Gemeinde.

> mehr

Männerträume werden wahr!

Männerträume werden wahr!

Aktuelle Informationen zur Modernisierung des Technischen Zentrums (CTM) in Maroua, Nordkamerun

> mehr

Josephine Dimandi

Josephine Dimandi ist im zweiten Jahr in Saare Tabitha. Sie kommt aus Tchatibali an der Grenze zum Tschad. Bis dorthin sind es „nur“ 100 km; für Josephine viel zu weit und zu teuer. So hat sie ihre Familie in den zwei Jahren nur einmal besuchen können!

Josephine ist das einzige Mädchen hier an der Schule, das abweichend von der Schuluniform, einen langen Rock tragen darf. Sie hat ein schlimmes Ekzem am Bein, seit sie 5 Jahre alt ist. Es wird und wird nicht besser. Der Gesundheitszustand der meisten Mädchen ist hier zwar deutlich besser als im Landesdurchschnitt: Tatsache ist jedoch, für sie ist nicht alles bezahlbar, was medizinisch möglich wäre.

Josephine finanziert sich ihre Ausbildung selbst! Neben dem Unterricht muss sie arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt und das Schulgeld zu verdienen. Darum steht Josephine jeden Morgen um 4:00 Uhr auf. Je nach der Jahreszeit kümmert sie sich in ihrem kleinen Garten um das Gemüse, das sie in der Stadt verkauft. Oder sie backt kleine Kuchen und stellt Gewürzmischungen zusammen, mit denen sich etwas Geld verdienen lässt.

Um 7:00 Uhr macht sie sich für den Unterricht fertig. Von 7:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr hat sie Unterricht. Zu den praktischen Fächern (wie Nähen, Stricken, Sticken und Stoff färben) kommt der „allgemeine Unterricht“ hinzu: Mathematik, Französisch, Sport und Gesundheitslehre zum Beispiel. Außerdem gibt es Andachten und das so genannte „Empowerment“, eine Art „Lebenskunde“, die die Mädchen stark machen soll für das Leben nach Saare Tabitha.

Viel freie Zeit hat Josephine nicht. Und selbst die verbringt sie meist mit Sticken und Stricken. So kann sie das Gelernte gleich in die Praxis umsetzen und auch damit zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes beitragen.

Josephine möchte nach ihrer Grundausbildung in Saare Tabitha gerne noch das „Perfectionnement“ abschließen. Ihre Lebensträume sind bescheiden: ein Mann, Kinder und sich mit dem, was sie hier gelernt hat, den Lebensunterhalt verdienen können.

Frühjahr 2006