Jahresprogramm 2012

Jahresprogramm 2012

Das neue GJW- Jahresprogramm ist da! Alle Freizeiten, Schulungen und Events 2012 auf einen Blick.
Du bekommst es in allen GJW-Geschäftsstellen oder in deiner Gemeinde.

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Männerträume werden wahr!

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BULGARIEN

Vlady Raichinov, Leiter der Bulgarian Baptist Youth Organisation (BBYO), des bulgarischen "Gemeindejugendwerks", beschreibt die Situation von Kindern ohne Eltern in Bulgarien folgendermaßen:

Ein relativ großer Prozentsatz der Kinder, mit denen wir arbeiten, kommt aus einer kaputten Familie und lebt mit nur einem Elternteil. Die Gründe dafür sind entweder Scheidung oder Tod. In einigen traurigen Fällen sind beide Elternteile verstorben, und die Kinder wohnen bei ihren Großeltern.

Unsere Gesellschaft ist nicht für den Umgang mit kaputten Familien vorbereitet. Allein erziehende Eltern erhalten keine Unterstützung von staatlichen Einrichtungen und stoßen auch in der Gesellschaft weder auf Verständnis noch auf Ermutigung. Die Kirche ist die einzige Institution, die solchen gebrochenen Menschen Unterstützung anbietet.

Die Bulgarian Baptist Youth Organisation (BBYO) hat sich schon immer vorrangig um Kinder aus kaputten Familien gekümmert. Wir haben ihnen ermöglicht, zu einem ermäßigten Preis an Freizeiten teilzunehmen. Wir haben dafür gesorgt, dass sie mit Kleidung und Material für das Camp ausgestattet werden. Wir haben ihnen kostenlose Bibeln und Kinderbücher gegeben. Und dennoch haben sie große Bedürfnisse. Aus diesem Grund schlagen wir vor, dass Kinder, die von nur einem Elternteil erzogen werden, in das Programm "Kinder helfen Kindern" aufgenommen werden.

Die meisten der Kinder, die in bulgarischen Waisenhäusern aufwachsen, sind keine Waisenkinder im eigentlichen Sinne. Sie haben Eltern, aber aus finanziellen Gründen wurden sie von ihnen in staatliche Obhut gegeben. Das mag schockierend klingen, ist aber tatsächlich so. Ungefähr 80 bis 90 % der Kinder, die in unserem Land in Waisenhäusern leben, haben immer noch Eltern. Aber ihre Mütter und Väter können (oder möchten) nicht die Verantwortung für sie übernehmen. Viele von ihnen kommen aus "Zigeuner"-Familien (Sinti  und Roma) oder gehören zur ärmsten Gesellschaftsschicht.

Deswegen lautet der offizielle Name für ein bulgarisches Waisenhaus "Zuhause für Kinder ohne elterliche Fürsorge". Das Härteste, was diese Kinder in ihrem Leben erfahren, ist, dass es irgendwo irgendjemanden gibt, der entschieden hat, sie nicht zu lieben.

Wir schlagen vor, diese verlassenen Kinder in das "Kinder helfen Kindern"-Programm aufzunehmen und sie wissen zu lassen, dass es irgendwo irgendjemanden gibt, der entschieden hat, sie zu lieben.

In den Heimen leben auch Kinder, deren Eltern verstorben sind. Das ist ein kleinerer Prozentsatz, aber es gibt sie. Im Gegensatz zur zweiten Gruppe, deren Kinder verärgert über ihre Eltern aufwachsen, sind die Kinder der dritten Gruppe wütend auf ihr Schicksal, wütend auf Gott. Die Arbeit mit ihnen erfordert eine andere Herangehensweise. Was sie brauchen, ist ein wenig Hoffnung in ihrer hoffnungslosen Lage.

Als Christen müssen wir sensibel und vorsichtig mit den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes umgehen. Wir müssen jedes einzelne mit seiner Geschichte kennen lernen und versuchen, mit ihnen persönlich zu sprechen.

Es ist ein Fehler, alle Heimkinder unter einen gemeinsamen Nenner zu stellen - daran sollten wir denken! Anstatt ihnen immer dieselben Geschenke, dieselbe Kleidung, dieselbe Nahrung zu geben, müssen sie ganz individuell behandelt werden. Christus sieht sie nicht als Einheit, er sieht eine Vielzahl von ganz persönlichen Lebensgeschichten, die dringend auf seine Gnade angewiesen sind.

Wir schlagen vor, dass das Programm "Kinder helfen Kindern" auch Waisen aufnimmt. Wenn sich deutsche und bulgarische Kinder zusammentun und für diese Kinder ohne Eltern gemeinsam Unterstützung aufbringen, dann ist das ein großes Zeichen von Hoffnung im Leben dieser Kinder.

Da das BBYO bereits in mehreren bulgarischen Waisenhäusern arbeitet, wäre es toll, durch dieses Programm das, was mit den Camps begonnen wurde, weiter zu führen und zu ergänzen.

2008 haben wir 26 Kinder aus Waisenhäusern und weitere zwei Dutzend aus zerrütteten Familien zu unseren Camps eingeladen. 2009 sind die Zahlen gestiegen, und es ist uns gelungen, 31 Waisen und ungefähr genauso viele mit nur einem Elternteil einzuladen. Zusätzlich arbeiten kleine Jugendmissionsteams des BBYO mit Waisenkindern. Dadurch haben im vergangenen Sommer mehrere Heimkinder Jesus als ihren Retter und Herrn angenommen!

Wir wünschen uns, diese Arbeit in den kommenden Jahren fortzuführen. Für 2010 und 2011 plant das BBYO, noch mehr elternlose Kinder zu den Freizeiten einzuladen, damit sie Jesus kennen lernen können. Im Moment stehen uns die Türen für die Zusammenarbeit mit solchen Einrichtungen noch offen, aber wer weiß, wie lange noch? Wir glauben, dass es eine kluge und von Gott geführte Entscheidung ist, unsere Arbeit mit Waisen und allein gelassenen Kindern zu vertiefen.

In den kommenden Jahren wollen wir

  • elternlose Kinder an Freizeiten und Jugendveranstaltungen teilnehmen lassen,
  • Jugendmissionsteams auf kurzfristige Einsätze in Waisenhäuser schicken,
  • bestimmten Kindern gute Literatur als persönliches Geschenk überreichen,
  • Waisenkinder für ein Wochenende oder einen Urlaub aus den Heimen holen,
  • Briefverkehr zwischen Waisenkindern und Kindern aus christlichem Elternhaus initiieren,
  • Waisenkindern bei ihren Schulprojekten und wöchentlichen Hausaufgaben helfen,
  • Kinder aus christlichem Elternhaus dazu motivieren, für Waisenkinder und ihre Bedürfnisse zu beten,
  • Fundraising für Projekte von Kindern aus christlichen Elternhäusern betreiben.

 

Es ist eine wunderbare Idee, deutsche und bulgarische Kinder aus christlichen Elternhäusern zu ermutigen, gemeinsam benachteiligte Kinder zu unterstützen. Lasst uns gemeinsam um Gottes Leitung in der Umsetzung dieses Programms bitten. Von unserer Seite aus können wir sagen, dass die Kinder, mit denen wir arbeiten, durch ein solches Programm inspiriert werden, und sie werden gerne etwas von ihrem eigenen Taschengeld geben, um anderen Kindern zu helfen.