Jahresprogramm 2012
Das neue GJW- Jahresprogramm ist da! Alle Freizeiten, Schulungen und Events 2012 auf einen Blick.
Du bekommst es in allen GJW-Geschäftsstellen oder in deiner Gemeinde.
Männerträume werden wahr!
> mehrWeihnachten - Stammbaum Jesu
Ein Stundenentwurf zu Matthäus 1, 18-24
Vorbemerkungen zum Text
Matthäus beginnt sein Evangelium mit einer scheinbar langweiligen Namensliste, die die Herkunft Jesu belegen soll, wenn man von Joseph als seinem irdischen Vater ausgeht. In unserem Text wird Joseph durch den Engel davon ?überzeugt?, dass er Jesus als seinen Sohn rechtlich anerkennt. Im Text wird aber genauso deutlich, dass Jesus in Wirklichkeit nicht der Sohn Marias oder Josephs ist, sondern Gottes Sohn: gezeugt durch den Heiligen Geist. Das Kind, das in Maria heranwächst, kommt vom Geist Gottes, der kreativen Schöpferkraft, die Leben schafft (vgl. Gen 1). Man darf sich dabei keinesfalls einen Geschlechtsakt zwischen Gott und Maria vorstellen! Gottes Geist hat kreativ eingegriffen. Warum ist es dann aber so wichtig, eine Herkunft von Abraham und vor allem von David festzuhalten?
David hatte durch Nathan eine Verheißung bekommen für seine Nachkommen: ?Ich werde seiner Herrschaft für immer Bestand geben. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein? In Zukunft wird immer einer deiner Nachkommen auf deinem Thron sitzen. Dein Königshaus wird für alle Zeiten bestehen.? (2.Sam 7,13b.14.16). Es war ganz klar: Der Messias, der Erlöser für das Volk Israels, muss von David abstammen. Mit ihm wird Gott sein Versprechen vom ewigen Königtum Davids wahr machen.
Joseph ist ?Nachkomme Davids? (vgl 1,1-17 und Verst 20). Maria spielt keine große Rolle im Text; sie ist die Verlobte Josephs, was rein rechtlich der Stellung einer Ehefrau gleich kam, auch wenn sie noch nicht zusammen wohnten. Die Verlobung war wie die Ehe nur durch einen Scheidebrief (vgl. Dtn 24,3) auflösbar. Wenn Joseph sich stillschweigend von ihr trennen will (V. 19), dann heißt das nicht, dass er sich heimlich davon schleichen möchte. Er will Maria einen öffentlichen Ehebruchsprozess, eine Strafanzeige ersparen, was streng genommen ein Todesurteil zur Folge gehabt hätte. Ein Scheidebrief dagegen brauchte nur zwei Zeugen.
Nachdem Gott aber durch den Engel in Josephs Leben gesprochen hat, nimmt er Maria zu sich. Er legitimiert dadurch Jesus als seinen Sohn. Damit ist Jesus ein Davidsnachkomme. Joseph glaubt, vertraut und handelt; er hilft damit, Gottes Pläne zum Ziel zu bringen.
Die Botschaft des Engels macht deutlich: In diesem Kind erfüllen sich Verheißungen, die lange zuvor gegeben wurden. Mit ihm werden Hoffnungen wahr, die über viele Generationen hin in Israel lebendig waren. Das wird in seinem Namen deutlich.
?Jesus? war damals kein außergewöhnlicher Name. Er ist ganz normaler Mensch, kein Halbgott. Der hebräische Name Jeschua oder Joschua bedeutet: ?Gott ist unsere Rettung / Jahwe rettet, macht heil?. Er kommt um Israels willen, das unter seinen Sünden leidet, unter der Not, von Gott getrennt, von ihm geschieden zu sein. Diese Trennung soll vorbei sein. Denn er ist der Immanuel, der Gott-mit-uns! Gott kommt in Jesus zu seinem Volk und macht es heil. Er ist der Heil-Land. ?Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein!? (D.Trautwein)
Ziel des Textes:
Es geht um den Namen Jesu! Der Name ist Programm. Jesus ist der versprochene Retter. Damals gab es viele die sich Messias nannten und als solche auftraten. Gott selbst legitimiert ihn als Messias. Jesus ist der, der alle Hoffnungen wahr macht! Er ist von Gott selbst als Hoffnungsträger bestimmt worden. In Jesus ist Gott mitten unter den Menschen. Wenn Gott mit uns ist, wird alles gut (Offb 21,3-4) Am Ende des Evangeliums wird das nochmals unterstrichen: Ich bin bei euch alle Tage!
Fragen an die Mitarbeiter:
- Welche Hoffnungen bewegen dich persönlich in Bezug auf dein Leben oder auch auf die Welt insgesamt?
- Wo braucht es dringend Veränderungen?
- Gibt es etwas, das dir schon lange ein Anliegen ist, wo Gott endlich eingreifen sollte?
- Was wünscht ihr euch als Mitarbeiterteam für eure Jungschargruppe, für jedes einzelne Kind und für euch als Mitarbeiterteam? Formuliert das als Gebet vor Gott!
ABLAUF
1. Gespräch:
Wie feiert ihr Weihnachten? Die Kinder sollen erzählen, wie bei ihnen zu Hause Weihnachten gefeiert wird. Was ist toll, was ist nicht so schön?
2. Wunschzettel:
Wer von euch hat eigentlich für seine Weihnachts-Wünsche einen Wunschzettel geschrieben?
Was wäre, wenn man auch sonst im Leben einen Wunschzettel schreiben könnte für alles, was man sich wünschen würde? Was würdet ihr draufschreiben?
Mehrere großformatige Wunschzettel werden ausgelegt und beschrieben. Es gibt verschiedene Kategorien:
- Dinge, die ich gern hätte
- Worte, die ich gern hören würde
- Wenn ich die Welt verändern könnte?
- Für meine Familie wünsche ich mir
- Traurige Dinge, die ich gern anders hätte usw.
3. Hoffnungskerzen
Klar wäre es toll, wenn eine Fee kommen würde und sagt: Du hast 3 Wünsche frei! Aber für manche Wünsche kann man auch selber etwas tun, um die Welt ein bisschen zu verändern. Wir überlegen, welche Dinge wir verändern könnten und zünden dafür jeweils ein Teelicht an. Mit jedem Licht wird es heller in der Welt. Die Gruppe sitzt um diese Leuchtfeuer herum.
4. Andacht I
Schon lange bevor Jesus auf die Welt gekommen ist, sehnten die Menschen sich nach einem Retter. Einer, der die Menschen befreit von ihrem Egoismus, dem Krieg und Streit, einer der Frieden bringt, mit dem die Welt wieder heil wird. Gott hatte dem großen König David vor sehr langer Zeit versprochen, dass einer seiner Nachkommen dieser Friedenskönig sein soll. Jedes Mal wenn ein neuer König auf den Thron kam, hatten die Menschen die Hoffnung: Das könnte er sein, der Messias, der Retter! Meistens waren sie enttäuscht, weil auch der neue König ungerecht war und sich nicht viel änderte! Über viele hundert Jahre hatten sie die Hoffnung, dass endlich einer kommt, der wirklich alles verändert! Ob Gott sein Versprechen vergessen hatte?
5. Gespräch: Warum feiern wir Weihnachten?
Gott hat seinen Sohn gesandt. Er ist in der Familie von Joseph und Maria geboren. Und Joseph ist ein Nachkomme von David.
6. Lied: Weihnachten ist Party für Jesus
7. Stammbaum
Jedes Kind erhält ein Blatt mit einem vorbereiteten Stammbaum. An einem Ende schreiben sie ihren Namen hinein und den der Geschwister. Dann den der Eltern, Großeltern. Wer schafft es am weitesten?
Von Joseph bis zu David zurück waren es unendlich viele Generationen. Aber mit Jesus macht Gott nun sein Versprechen wahr. Das Kind bekommt zwar einen Namen, den damals viele Kinder hatten, aber es ist trotzdem ein ganz besonderer Name.
8. Namensluftballone
Jedes Kind pustet einen Luftballon auf. Auf den Luftballon wird ? ohne dass es die anderen sehen ? das eigene Gesicht aufgemalt.
Nun wird Musik abgespielt und alle werfen die Luftballons durcheinander. Vorsicht! Kein Ballon darf die Erde berühren. Wenn die Musik stoppt, schnappt sich jeder einen Ballon und sucht, wer das sein könnte. Ist die Person gefunden, wird der Name drauf geschrieben. Weiter geht es mit Ballontreiben zur Musik. In der nächsten Pause wird der Ballonbesitzer interviewt, warum er oder sie so heißt. Vielleicht nach der Uroma benannt? Oder nach einem Popstar, Sportler, Künstler??
Dieses wilde Spiel macht viel Spaß. Es können beliebig viele Runden eingebaut werden: Alter, Hobbys, Eigenschaften usw. ? alles wird auf dem Ballon notiert. Den Schluss bildet die Frage nach der Namensbedeutung. Wer weiß, was sein Name bedeutet? Hat die Bedeutung etwas mit den Eigenschaften zu tun, die aufgeschrieben wurden? Hilfreich ist es, dafür ein Namenslexikon dabei zu haben, um notfalls nachzuschlagen.
9. Namen & ihre Bedeutung/Andacht II
Früher hat man den Namen einer Person oft als Wunsch formuliert: So wie dein Name, so sollst du selber sein (z.B. Friedrich ? reich an Frieden). Es war ein Wunsch, nicht bloß ein Name, damit man sich rufen kann. Und so ist es mit Jesus auch. Weiß jemand die Bedeutung von ?Jesus??
Jesus = Jeschua/Joschua = ?Gott ist unsere Rettung / Jahwe rettet, macht heil?
Und er bekommt noch einen anderen Namen: Immanuel. Gott ist mit uns! Was für ein Versprechen!
Mit Jesus wird die alte Hoffnung wahr. Wenn Gott da ist, bei den Menschen ist, dann wird alles gut. Wenn Jesus bei uns ist, dann können wir Hoffnung haben. Er versteht uns, tröstet uns, lacht mit uns und weint mit uns. Jesus ist nicht die Fee, die uns 3 Wünsche erfüllt. Aber er ist bei uns, lässt uns nicht allein. Egal was kommt. Das ist Weihnachten! Hoffnung in der Dunkelheit. Hoffnung für jeden Tag. In der Schule, zu Hause, im Verein, in der Jungschar: Gott ist mit uns. Jesus ist bei uns. Das ist super
10. Der Name Jesus leuchtet auf
Aus Metallfolie wird ein Streifen ausgeschnitten (ca. 21x7cm). Nun werden mit einer Nadel Löcher gestochen, sodass Buchstaben entstehen, die das Wort ?JESUS? ergeben. Der Streifen wird gerollt, mit einer Büroklammer zusammengesteckt und um die Teelichte gestellt. Nun leuchten die Worte auf.
Kerstin Geiger

